Zukunft

Für den Neubau des Seerestaurants Fischerstube am Zürichhorn liegt noch immer kein Projekt vor. Zuerst war die fehlende Terrasse das Problem, jetzt ist das Dach zu klein.

Einst war die Neueröffnung für 2013 angekündigt, dann für 2016, dann für 2017 und nach heutigem Stand wird es mindestens 2019. Auf seiner Website stellt das Hochbauamt der Stadt den Baubeginn zwar für 2016 in Aussicht, doch das Baugesuch ist noch nicht einmal eingereicht, geschweige denn bewilligt. Denn am Bauprojekt wird immer noch gearbeitet, obwohl der Architekturwettbewerb schon vor sechs Jahren zugunsten des Berner Architekten Patrick Thurston entschieden wurde.

«Das Projekt ist weit komplexer als angenommen», erklärt Catharina Fingerhuth, Sprecherin des Hochbaudepartements, «die Planung ist aufwendig.» Die Schwierigkeiten würden sich aus dem Spannungsfeld von Gastronomiekonzept und Gebäudetechnik ergeben, kombiniert mit der Suche nach der «Wesensgleichheit», die Ersatzneubauten in Freihaltezonen erfüllen müssen. Weiter ist für Bauten am Wasser neu ein Abstand von 20  Metern zwischen Gebäude und Wasserkante vorgeschrieben, was zum Zeitpunkt des Architekturwettbewerbs noch nicht galt.

Die umstrittene Terrasse

Probleme bereitet ferner die komplexe Haustechnik, die zu gross ist für das Dach. Eine Lösung zeichne sich ab, sagt Catharina Fingerhuth, doch sei sie noch nicht spruchreif. Man profitiere hingegen von den neuen Brandschutzvorschriften, die seit einem Jahr in Kraft seien. Sie ermöglichen eine einfachere Bauweise. Auch die Terrasse bereite keine Schwierigkeiten. Diese Terrasse! Sie – genauer gesagt ihr Fehlen – war das erste Problem beim geplanten Neubau. Dieser heisst Fischerstube, im Gegensatz zum heutigen Restaurant, das sich Fischstube nennt und das wegen morscher Balken und genereller Überalterung abgebrochen wird.

Der Neubau hat im Unterschied zum Altbau auf der Seeseite keine Terrasse. Damit passt sich der Neubau dem Original von 1939 an, dem Wahrzeichen des Landidörfli an der Landesausstellung. Die heute so beliebte Seeterrasse kam erst 1956 hinzu, nachdem die originale Fischstube abgebrannt war und in ähnlicher Form, aber ohne Schilfdach, wieder aufgebaut wurde.

Das Zürichhorn ist Freihaltezone. Dort darf ein Altbau nur ersetzt werden, wenn das neue Gebäude «wesensgleich» zum alten ist, also eine ähnliche Kubatur und ein ähnliches Aussehen hat. So steht es im Raumplanungsgesetz. Daraus hat das Hochbauamt bei der Ausschreibung des Architekturwettbewerbs abgeleitet, dass der Neubau keine Seeterrasse haben darf, nur eine Terrasse an der Südseite des Restaurants, vis-à-vis der kleinen Dependance, genannt Fischerhütte.

Pfahlbauer ohne Balkon

Die Begründung: «Aus denkmalpflegerischer Sicht ist ein Ersatzneubau der Fischerstube nur vertretbar, wenn er sich am Originalbau von 1939 orientiert. Dieser wies keine Terrasse an der Stirnseite auf. Es handelte sich um einen speziellen Bautyp in Form eines urgeschichtlichen Pfahlbauerhauses, vermischt mit Elementen eines mittelalterlichen Bauernhauses. Beiden Typen ist ein Balkon in dieser Form fremd», erläuterte einst der Stadtrat.

Kunsthistorisch und denkmalpflegerisch mag das einleuchten, nicht aber gastronomisch. Wer die Fischstube besucht, will auf die Seeterrasse. Die Tische dort werden bei schönem Wetter mehrfach besetzt. Die gebackenen Eglifilets und der Riesling schmecken dort einfach besser, und die Enten und Schwäne leisten einem beim Essen Gesellschaft. Deshalb drängte nicht nur der Quartierverein Riesbach auf eine richtige Seeterrasse beim Neubau, auch der Gemeinderat beharrte darauf und sistierte die Bewilligung des Projektierungskredits von 2,2 Millionen Franken.

Mit Erfolg: Das aktuelle Bauprojekt hat wieder eine Terrasse, die in den See hinausragt. Doch befindet sie sich nicht mehr wie bisher an der Stirnseite des Restaurants, sondern als eigenständiger Steg neben dem Haus auf der Nordseite – dort, wo es eine kleine Wiese und einen kurzen Schiffssteg hat. Die Terrasse ist länger als das Restaurant, so dass man von den vordersten Tischen aus tatsächlich das Vrenelisgärtli sehen wird. Dafür fehlt jetzt im neuen Projekt die breite, mit dem Ufer verbundene Terrasse zwischen Fischstube und Fischerhütte, wo sich in den letzten Jahren der Lounge-Bereich befand. Der Abbruch dieses Podests stärke das Pfahlbauten-Ensemble und verweise auf die ursprüngliche Situation, meint das Hochbaudepartement.

Das Provisorium dauert

Die nachträglich beigefügte Terrasse verteuert das Bauprojekt von 12 Millionen um 740 000 Franken (Stand 2013). Die Stadt geht momentan von einem Baubeginn im Jahr 2018 aus, was eine Neueröffnung Ende 2019 bedeuten würde. Anders als die alte Fischstube ist die neue Fischerstube wintertauglich. Die in den letzten Jahren überaus erfolgreiche Zwischennutzung von Frühling bis Herbst wird also noch mindestens zwei Jahre weitergeführt. Im April geht die alte Fischstube wieder auf.

9. Januar 2016

Jürg Rohrer, Tages-Anzeiger

Wein

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Neben den herkömmlichen Drinks, mixen wir Ihnen auch herrliche Cocktails... mit auserwählten Spirituosen, hausgemachten Syrups und Säften sowie frischen Früchten.

Team

Neben dem wunderschönen Platz am See, liegt uns vor allem auch Ihr Wohlbefinden am Herzen. Deshalb verwenden viel Zeit bei der Auswahl unserer Mitarbeiter und schauen darauf, dass wir das Herz am richtigen Fleck haben...

Bar

Was gibt es Schöneres als an der Bar zu stehen und das Wasser unter den Füssen plätschern zu hören, während man sich mit seinen Kollegen oder seiner Begleitung eine Erfrischung gönnt.

Fischhütte

Der alterwürdige, denkmalgeschützte Annex bietet sich wunderbar für kleinere Anlässe an. Für Flyingdinner können wir bis 50 und gesetzt bis 36 Personen annehmen. Bis 28 Personen würden sogar an einer langen Tafel Platz finden...

Events

Es können, je nach Anzahl Personen, verschiedene Räumlichkeiten/Bereiche exklusiv reserviert werden. Gerne erwarten wir Ihre Anfrage per Mail auf restaurant@fischstube.ch. Selbstverständlich stehen wir Ihnen aber auch gerne telefonisch, von 09.00 bis 17.00 Uhr, zur Verfügung.

Jobs

Wir sind immer wieder auf der Suche nach jungen, aufgestellten Leuten, die viel Herz und Leidenschaft mitbringen...  

Restaurant

Das Restaurant mit dem Charme «des altehrwürdigen Holzhauses» am See, wurde mit hellen Farbtönen und vielen Laternen aufgefrischt und lädt auch bei schlechtem Wetter zum Lunch oder Dinner ein.

Saison

Die Fischstube bleibt bis zum Neubau ein Sommerbetrieb und ist jeweils von April bis Oktober geöffnet.

Lounge

Bequeme Sofas und Sessel laden an einem der schönsten Plätze zum Verweilen ein. Bei einem frisch zubereiteten Cocktail, einem Glas Wein oder Leckereien aus unserer Snackkarte den Sonnenuntergang geniessen und den Alltag vergessen...

Hunde

Mit unseren liebsten Wegbegleiter können Sie neu gerne an den Hochtischen im Loungebereich Platz nehmen... Leider ist es im Bereich Restaurant/Bar/Lounge und Terrasse vom Platz her nicht möglich ohne dass wir den Service behindern... Wir danken ganz herzlich für Ihr Verständnis.

Biergarten

Unser Selbstbedienungsbereich bietet herrliche Schattenplätze direkt am See. Ideal für Familien und Spaziergänger mit Hunden. Grillladen, Salate und kühle Getränke sorgen für das leibliche Wohl. Ab 10 Personen reservieren wir Ihnen gerne einen schönen Tisch. 

Terrasse

Hier fühlen Sie sich wie auf dem Schiff - einfach ein Traum... ganz nach dem Motto: «Bilder sagen mehr als tausend Worte.»

Food

Die Speisekarte ist bewusst klein gehalten. Mit frischem Fisch aus dem In- und Ausland sowie klassischen Fleischgerichten verwöhnen wir ihren Gaumen.